Unsere Arbeit & Wirkung

Projektwirkungen

Projektwirkungen

Diversität ist das Grundprinzip gesellschaftlichen Handelns. Menschen in ihrer Vielfalt und mit ihren jeweiligen Stärken anzuerkennen ist eine Zielsetzung, zu der der Hildegardis-Verein mit seiner Arbeit beitragen möchte. Der Hildegardis-Verein bringt hierfür jahrelange Expertise in den Diversity-Feldern Geschlecht, Behinderung und Generationenvielfalt mit.

Im Zusammenhang mit seinen (bildungs-)politischen Tätigkeiten und Mentoring-Angeboten im Bereich Inklusion hat der Hildegardis-Verein eine ganze Reihe von Projekten durchgeführt. Teils eigenfinanziert, teils durch Drittmittel gefördert, boten diese zusätzliche Möglichkeiten, die entsprechenden Themen effektiv und öffentlichkeitswirksam zu befördern.

2022-2025

BESSER - Barrierefrei Existenzgründen

Das Projekt BESSER – Barrierefrei Existenzgründen unterstützte Menschen mit Behinderung, insbesondere Frauen, auf dem Weg in die berufliche Selbstständigkeit. Ziel war es, Erwerbschancen zu verbessern, Vorurteile abzubauen und durch inklusive, bedarfsgerechte Beratung erfolgreiche Gründungen zu ermöglichen.

Ein zentraler Bestandteil war ein vom Hildegardis-Verein e.V. entwickeltes Mentoring-Programm, in dem gründungsinteressierte Menschen mit Behinderung ein Jahr lang individuell von erfahrenen Mentorinnen begleitet wurden. Ergänzt wurde das Mentoring durch Workshops, Trainings und digitale Austauschformate.

Das bundesweite Projekt lief von Mai 2022 bis Ende 2025, wurde durch den Ausgleichsfonds für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Zum Projektverbund gehörten das Institut für Freie Berufe (IFB) an der Universität Erlangen-Nürnberg, die Social Impact gGmbH, das Institut für empirische Soziologie (IfeS) an der Universität Erlangen-Nürnberg sowie die Bundesagentur für Arbeit – Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV). Das Projekt zeigte, dass Selbstständigkeit mit den richtigen Rahmenbedingungen eine realistische und erfolgreiche Erwerbsoption für Menschen mit Behinderung ist.

Weitere Informationen: www.b-e-s-s-e-r.de

Im Rahmen des Projekts iXNet – inklusives Expert*innen-Netzwerk führten wir ab 2019 ein Mentoring-Programm für Akademiker*innen mit Behinderung zum (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben durch. In zwei jeweils einjährigen Mentoring-Zyklen wurden insgesamt 40 Mentees von berufserfahrenen Mentor*innen begleitet, die selbst eine Beeinträchtigung hatten.

Das Mentoring basierte auf individuell gestalteten Tandems und wurde durch Gruppenveranstaltungen, Workshops und digitale Austauschformate ergänzt. Der erste Durchgang richtete sich gezielt an Akademikerinnen, um der besonderen Benachteiligung von Frauen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt zu begegnen.

iXNet war ein Kooperationsprojekt von Hildegardis-Verein e.V., dem Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Ifes), dem Institut der Deutschen Wirtschaft Köln e.V./Rehadat und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV). Gefördert wurde es vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mit Mitteln des Ausgleichfonds.

Ziel war es, die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen durch Wissenstransfer, Vernetzung und Peer-Support nachhaltig zu stärken.

Folgende Materialien können Sie für weitere Informationen herunterladen:

Flyer iXNet-Mentoring (PDF) (Word-Version für Sehbeeinträchtigte)

Flyer iXNet-Projekt (PDF) (Word-Version für Sehbeeinträchtigte)

2019-2022

iXNet-Mentoring

2021

Bewerbungstag für Studentinnen mit Behinderung und Arbeitgeber*innen

In Zukunft Gemeinsam – unter diesem Titel stand unser Bewerbungstag, zu dem wir im April Studentinnen und Absolventinnen mit Behinderung sowie Arbeitgeber*innen eingeladen hatten. Wir hatten uns viel vorgenommen: eine barrierefreie Videokonferenz mit vier Dolmetsch-Teams, über 70 Teilnehmenden in zwischenzeitlich bis zu 13 digitalen Gruppenräumen. Eine solche Veranstaltung lebt von den Teilnehmenden: Wir waren begeistert von der Offenheit der Arbeitgeber*innen, mit der sie auf die Studentinnen zugingen, sich vernetzten, Hilfe anboten und von den vielen Frauen, die ihre Stärken in das Bewerbungstraining einbrachten. Sie zeigten, dass die eigene Behinderung kein Hinderungsgrund sein sollte, sondern Kompetenzen noch stärker ausgeprägt hat.

„Wir wollen als Unternehmen verstehen, was die Bewerber*innen umtreibt und sind deswegen beim Bewerbungstag dabei,“ sagte Monika Malinoski von Adidas. Andreas Dickmann von der Bundesstadt Bonn berichtete: „Wir sind ein öffentlicher Arbeitgeber mit mehr als 7.000 Beschäftigen und wir sind sehr daran interessiert, weiterhin Menschen mit Behinderung einzustellen“.

Im März hatte eine Studie der Aktion Mensch zur Situation von Frauen mit Schwerbehinderung am Arbeitsmarkt besonderen Handlungsbedarf aufgezeigt. Sie kam zu dem Schluss, dass es einen Kultur- und Bewusstseinswandel braucht.

In der Abschlussrunde sagte eine Teilnehmerin: „In Corona-Zeiten sagen alle: zurück zur Normalität. Aber was ist schon normal? Lasst uns doch einfach gemeinsam das Morgen gestalten!“

Mit dem Fachkolleg „Inklusion an Hochschulen – gendergerecht“ setzten wir uns von 2017 bis 2021 für bessere Studien- und Arbeitsbedingungen von Frauen mit Beeinträchtigungen an deutschen Hochschulen ein. Ziel war es, ihre Bildungs- und Karrierechancen zu stärken und zugleich Hochschulen für eine inklusive und gendergerechte Lehr- und Lernkultur zu sensibilisieren.

An fünf Modellhochschulen wurden praxisnahe Formate wie Trainings, Best-Practice-Austausch und Netzwerkarbeit umgesetzt. Dabei wurden sowohl individuelle Erfahrungen von Studentinnen aufgegriffen als auch strukturelle Barrieren im Wissenschaftssystem adressiert.

Das Projekt bündelte Expertise zu gendergerechter Inklusion, schärfte das öffentliche Bewusstsein für die Verschränkung von Geschlecht und Behinderung und trug zu mehr Chancengleichheit im Hochschulbereich bei.

👉 Weitere Informationen: www.fachkolleg-inklusion.de

Das Programm wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

2017-2021

Fachkolleg Inklusion

2013-2016

"Lebensweg inklusive"

Im Programm „Lebensweg inklusive“ begleiteten wir Studentinnen mit und ohne Behinderung dabei, ihre Lebens- und Berufsziele zu reflektieren, persönliche Stärken zu entdecken und Erfahrungen mit Barrieren gemeinsam zu bearbeiten. Herzstück des Programms waren einjährige Kompetenz-Tandems aus zwei Studentinnen, die sich gegenseitig unterstützten und voneinander lernten.

Ergänzt wurde das Tandem durch erfahrene Co-Mentor*innen sowie durch Netzwerktreffen und individuelle Beratung. So entstand ein unterstützendes Netzwerk, das Austausch auf Augenhöhe ermöglichte und Perspektiven für die persönliche und berufliche Entwicklung eröffnete.

Das Programm wurde in zwei einjährigen Zyklen durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Weitere Informationen: www.lebensweginklusive.de

Auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie startete der Hildegardis-Verein 2008 das bundesweit erste Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderung und chronischer Erkrankung. Ziel war es, den besonders hohen Unterstützungsbedarf zu Beginn und am Ende des Studiums durch eine persönliche, zeitlich begrenzte Begleitung aufzufangen.

In drei einjährigen Mentoring-Phasen wurden insgesamt 60 Studentinnen von berufserfahrenen Mentorinnen und Mentoren in Tandems begleitet und bei ihrer Studien-, Berufs- und Lebensplanung unterstützt. Ergänzt wurde das Programm durch Gruppentreffen und eine wissenschaftliche Evaluation.

Das von der Conterganstiftung für behinderte Menschen geförderte Pilotprojekt lief bis 2013 und leistete einen wichtigen Beitrag zur Etablierung von Mentoring als wirksames Förderinstrument für Studentinnen mit Behinderung.

Hier können Sie die Projektdokumentation (PDF, 4MB) herunterladen.

Hier können Sie die Kurzfassung der wissenschaftlichen Evaluation (PDF, 700KB) herunterladen.

2008-2013

Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderung

2013

"handicap to go"

Der Hildegardis-Verein organisierte in Bonn den Aktionstag „Handicap to go“, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam erlebten, wie inklusives Leben funktionieren kann und wo Handlungsbedarf besteht. In Workshops erkundeten die rund 30 Teilnehmenden die Stadt und die Universität im Rollstuhl, mit verbundenen Augen oder ohne verbale Kommunikation. So erfuhren sie praktisch, welche Herausforderungen Menschen mit Beeinträchtigungen im Alltag meistern müssen.

Im Anschluss wurden die Erfahrungen gemeinsam mit Fachreferent*innen reflektiert, um Hemmschwellen abzubauen und zu einem selbstverständlichen Umgang mit Inklusion zu ermutigen. Der Aktionstag war Teil des Themenjahres 2013 „Selbstbestimmt dabei. Immer“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

Hier können Sie den „handicap to go“-Flyer herunter laden.

 

Im Studienjahr 2004/2005 vergab der Hildegardis-Verein fünf SciVias-Forschungsstipendien im Rahmen des interdisziplinären Graduiertenkollegs „Helene Weber“. Studentinnen jeder Fachrichtung waren aufgerufen, sich um die einjährige Förderung zu bewerben. In diesem Zeitraum setzten sie sich unter verschiedenen Blickpunkten mit der Person Helene Webers auseinander. Im Mittelpunkt standen unter anderem deren Rolle als Pädagogin und Bildungspolitikerin sowie ihre Position in der katholischen Frauenbewegung. Thematisch begleitet wurden die Stipendiatinnen durch Seminare.

Helene Weber war eine der herausragenden Frauen der katholischen Frauenbewegung des 20. Jahrhunderts. Als Mitbegründerin der sozialen Frauenschulen, als „Verfassungsmutter“ beider deutscher Verfassungen, als Initiatorin der Frauenorganisationen innerhalb des Zentrums und der CDU, als Vorstandsmitglied des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB), als Europäerin und „Friedensaktivistin“ hat sie in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wegweisende Entscheidungen mit vorbereitet und die deutsche Geschichte maßgeblich beeinflusst. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihrer Biographie steckt allerdings erst in den Anfängen.

Frauenbildung, gerade auch politische Frauenbildung, war eines der großen Themen im Leben von Helene Weber. Den Hildegardis-Verein hat sie mit großem Interesse begleitet und in seinem Bemühen um die Verbesserung der Frauenstudienmöglichkeiten strategisch und praktisch unterstützt.

Seit dem 9. Dezember 2014 finden Sie alle Informationen zum Helene-Weber-Forschungskolleg auf der Internetpräsenz www.helene-weber.de

2004-2005

Helene-Weber-Forschungskolleg

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