Wissenschaftsförderung bei „Kirche im Mentoring“ – Erstes Theologie-Tandem im Programm
Bonn, 16.07.2026. Das Mentoring-Programm des Hildegardis-Vereins, „Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf“, geht neue Wege: Im Durchgang 2026/27 werden nicht nur erstmals Frauen aus der Schweiz teilnehmen, sondern auch ein Mentoring-Tandem aus der theologischen Forschung und Lehre. Mentee Dr.in Elisabeth Migge, Habilitandin an der Universität Tübingen und Vertretung der Professur an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, wird als erste Wissenschafts-Mentee am Mentoring teilnehmen. Im Mentoring-Jahr werden die Mentees ein Jahr lang von einer Mentorin/einem Mentor begleitet; die erste Mentorin im Wissenschafts-Tandem ist Prof.in Dr.in Sigrid Müller von der Universität Wien. Der Hildegardis-Verein begleitet die Arbeit in den Tandems mit zentralen Veranstaltungen, auf denen sich die Teilnehmerinnen mit Fragen zu Führung, Geschlechtergerechtigkeit und strategischer Karriereplanung auseinandersetzen. „Wir freuen uns sehr, mit ‚Kirche im Mentoring‘ nun auch in den Bereich der Wissenschaftsförderung zu gehen“, so Prof.in Dr.in Charlotte Kreuter-Kirchhof, Vorsitzende des Hildegardis-Vereins. „Wir danken dem Ralf-Dohle-Gedächtnisfonds, diese Ausweitung unseres Mentorings ermöglicht zu haben.“
„Bestmögliche Unterstützung“
Träger des Theologie-Tandems im Programm sind das Netzwerk AGENDA – Forum katholischer Theologinnen e.V. und der Katholisch-Theologische Fakultätentag e.V. Die Teilnahme des Wissenschafts-Tandems wird finanziell ermöglicht durch den Ralf-Dohle-Gedächtnisfonds. „Wir freuen uns, dass es einer Nachwuchswissen-schaftlerin ermöglicht wird, auf dem Weg zur Professur die bestmögliche Unterstützung zu erhalten und als Frau mit einer gendersensiblen Forschung und Lehre in der theologischen Wissenschaft wirken zu können“, so die AGENDA-Vorsitzenden Prof.in Dr.in Martina Bär und Prof.in Dr.in Julia Enxing. „Wir begrüßen diese Initiative des Hildegardis-Vereins sehr und tragen gern dazu bei, dass das Mentoring-Programm auch auf den Bereich der Wissenschaft ausgeweitet wird, da eine gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wesentlich zur Sicherung der Qualität, Vielfalt und Zukunftsfähigkeit der theologischen Forschung und Lehre beiträgt“, ergänzt Prof. Dr. Matthias Remenyi, Vorsitzender des Katholisch-Theologischen Fakultätentags.
Die Mentee und ihre Mentorin erwartet ein Jahr mit intensiver Auseinandersetzung zu Führungsfragen und beruflichen Perspektiven, Erfahrungen von Selbstwirk-samkeit und kollegialer Beratung – untereinander und in der Gruppe der Teilnehmerinnen, die im kirchlichen Dienst arbeiten. „Ich freue mich auf die weitere Vernetzung, die Arbeit im Tandem und neue Perspektiven“, so Mentee Dr.in Elisabeth Migge.
Allgemeine Information zu „Kirche im Mentoring“
Der Hildegardis-Verein wurde 1907 gegründet und führt das Mentoring-Programm „Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf“ seit 2015 in Kooperation mit der Deutschen Bischofskonferenz durch. Das Programm wird vom Bonifatiuswerk unterstützt; das Wissenschafts-Tandem wird finanziell durch den Ralf-Dohle-Gedächtnisfonds gefördert. Bislang haben 260 Frauen im Dienst der katholischen Kirche ein Mentoring-Jahr durchlaufen. Die Hälfte der ehemaligen Mentees ist beruflich bereits aufgestiegen. Der Frauenanteil in den mittleren und oberen Leitungsebenen der katholischen (Erz-)Bistümer konnte in dieser Zeit von rund 15 % auf ca. 30 % gesteigert werden.

